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Sägeblatt-Finder

Zuletzt aktualisiert am 26. Juli 2026 · Redaktion stichsaege-vergleich.de

Vier Angaben – Material, Stärke, gewünschte Kantenqualität und gerade oder Kurve. Der Finder nennt dir daraufhin die passende Blattklasse, die Pendelhubstufe, die Drehzahlempfehlung und den Praxistipp, der bei diesem Material wirklich zählt. Und er sagt dir, wenn dein Vorhaben mit einer Stichsäge nicht sinnvoll zu lösen ist.

Sägeblatt-Finder

Vier Angaben – und du weißt, welches Blatt, welche Pendelhubstufe und welche Drehzahl zu deinem Vorhaben passen.

Beispiel: Küchenarbeitsplatte 38, Laminat 8, Blech 1,5
3. Wie soll die Kante werden?
4. Gerade oder Kurve?

Der Finder rechnet ausschließlich in deinem Browser. Es werden keine Daten gespeichert oder übertragen. Die Empfehlung dient der Orientierung – maßgeblich sind die Angaben des Blattherstellers und die Betriebsanleitung deiner Säge.

Ohne JavaScript: Alle Empfehlungen des Finders stehen vollständig in der Material-Matrix – dort findest du dieselben Angaben als Tabelle zum Nachschlagen und Ausdrucken.

Worauf die Empfehlung beruht

Der Finder rechnet nicht mit Meinungen, sondern mit den Materialstärke-Bereichen und Zahnteilungen aus den Herstellerdatenblättern. Für jedes Material sind Stufenbereiche hinterlegt – bis 15 mm ein anderes Blatt als bis 50 mm, und ab einer bestimmten Stärke gibt es eine Abbruchempfehlung statt eines Blattvorschlags.

Die Pendelhub- und Drehzahlangaben sind Erfahrungswerte, die sich aus der Physik des Schnitts ergeben: Pendelhub reißt Fasern nach oben, hohe Drehzahl erzeugt Wärme. Wer eine Sichtkante will, braucht wenig von beidem. Wer schnell durch einen Balken muss, viel.

Datenschutz

Der Finder läuft vollständig in deinem Browser. Es wird nichts an einen Server gesendet, nichts gespeichert und nichts gemessen. Diese Seite setzt keine Cookies und bindet keine externen Dienste ein – deshalb siehst du hier auch kein Cookie-Banner.

Die drei Entscheidungen, die der Finder für dich trifft

1. Zahnteilung passend zur Materialstärke

Bei Holz ist die Zahnteilung vor allem eine Frage von Tempo gegen Sauberkeit. Bei Metall ist sie eine harte technische Bedingung: Es müssen immer mindestens zwei bis drei Zähne gleichzeitig im Material greifen. Wenn nur ein einzelner Zahn eingreift, hakt er sich fest, das Blatt wird nach hinten gerissen und bricht.

Zähne-im-Eingriff-Regel beim Sägen von Metall Links ein Sägeblatt mit zu grober Zahnteilung an einem dünnen Blech: Nur ein einziger Zahn greift gleichzeitig in das Material, hakt sich fest und bringt das Blatt zum Brechen. Rechts ein Blatt mit passender, feiner Zahnteilung: Drei Zähne greifen gleichzeitig, die Kraft verteilt sich und das Blatt läuft ruhig. Als Faustregel sollten immer mindestens zwei bis drei Zähne gleichzeitig im Material sein. Die wichtigste Regel beim Sägen von Metall Zahnteilung zu grob Blech nur 1 Zahn greift Der Zahn hakt sich fest, das Blatt bricht. Zahnteilung passt Blech 3 Zähne greifen gleichzeitig Die Kraft verteilt sich, das Blatt läuft ruhig.
Links greift nur ein einziger Zahn in das Blech – er hakt sich fest und bringt das Blatt zum Brechen. Rechts greifen drei Zähne gleichzeitig, die Kraft verteilt sich und das Blatt läuft ruhig.

2. Blattmaterial passend zur Abrasivität

HCS-Blätter sind flexibel und günstig, ihre Zähne werden aber in allem, was Leim, Harz oder Mineralstoffe enthält, sehr schnell rund. Spanplatte, MDF, beschichtete Platten und Hartholz verlangen Bi-Metall. Gipskarton, Faserzement und GFK verlangen Hartmetall – alles andere ist verbranntes Geld.

3. Blattlänge passend zur Materialdicke

Die verzahnte Länge muss die Materialstärke plus die Hublänge deiner Säge übertreffen. Sonst taucht das Blatt im unteren Umkehrpunkt nicht mehr aus dem Material aus, die Späne bleiben in der Fuge, das Blatt wird heiß und die Zähne setzen sich zu.

Warum der Finder auch abrät

Die meisten Empfehlungswerkzeuge im Netz haben ein strukturelles Problem: Sie müssen immer ein Produkt ausspucken, weil sie sonst nichts verdienen. Dieser hier tut das nicht. Wenn du 90 mm Hartholz eingibst, bekommst du keine Blattempfehlung, sondern den Hinweis, dass eine Bandsäge oder eine Handkreissäge mit Führungsschiene die richtige Wahl ist.

Das hat einen einfachen Grund: Ein Blatt, das dir ein unmögliches Vorhaben ermöglichen soll, macht dich nicht glücklich. Es macht dich wütend – auf das Blatt, auf die Säge und auf die Seite, die es empfohlen hat.

Die ehrliche Grenze

Die Stichsäge ist ein Kurven- und Ausschnittwerkzeug, das gerade Schnitte nebenbei kann. Sie ist kein Präzisionswerkzeug für lange Geradschnitte. Ab etwa 40 bis 60 mm Materialstärke verläuft praktisch jedes Blatt sichtbar, weil es nur an einem Ende eingespannt ist. Warum das so ist →

Passt mein Vorhaben überhaupt zur Stichsäge?

Wenn du unsicher bist, ob die Materialstärke noch im sinnvollen Bereich liegt, prüf es hier:

Schnitttiefen-Check

Prüft, ob dein Vorhaben mit einer Stichsäge sinnvoll machbar ist – inklusive der ehrlichen Antwort, wenn ein anderes Werkzeug besser passt.

Steht im Datenblatt, meist zwischen 65 und 155 mm

Die angegebene Schnitttiefe eines Herstellers ist ein Maximalwert unter Idealbedingungen, keine Empfehlung für sauberes Arbeiten.

Ohne JavaScript: Die Grenzwerte je Material stehen in der Tabelle unter Wo die Stichsäge aufhört.

Alles auch als Tabelle

Der Finder ist bequem, aber die Matrix ist vollständiger – und du kannst sie ausdrucken und über die Werkbank hängen. Dort steht dieselbe Information für alle 24 Materialien nebeneinander.

Zur vollständigen Material-Matrix →

Blätter nachkaufen

Grundausstattung Holz

Sägeblatt-Set Holz (T-Schaft)

Wer nur mit dem Blatt aus der Verpackung sägt, wird nie ein gutes Ergebnis bekommen. Ein Set mit sauberem, schnellem und Kurvenblatt deckt 90 % ab.

  • T 101 B – sauber, gerade
  • T 144 D – schnell, gerade
  • T 101 AO – Kurven
  • T 119 BO – Kurven, dünn

Beim Kauf beachten: Achte darauf, dass T-Schaft (Einnockenschaft) draufsteht. U-Schaft passt in moderne Sägen nicht.

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Metall

Sägeblatt-Set Metall (T-Schaft)

Für Blech brauchst du zwingend andere Blätter als für Holz. Ein Holzblatt in Blech bricht innerhalb von Sekunden.

  • T 118 A – dünnes Blech 1–3 mm
  • T 118 B – 2,5–6 mm
  • T 123 X – progressiv 1,5–10 mm
  • T 118 AF – Bi-Metall, bruchfest

Beim Kauf beachten: Bi-Metall-Blätter (Endung F) sind teurer, brechen aber deutlich seltener.

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Laminat & beschichtete Platten

Rückwärts gezahnte Blätter und Laminatblätter

Das wirksamste einzelne Mittel gegen Ausrisse auf der Sichtseite. Kostet wenig, verändert das Ergebnis sofort sichtbar.

  • T 101 BR – rückwärts gezahnt, HCS
  • T 101 BRF – rückwärts, Bi-Metall
  • T 101 BIF – Laminat, beidseitig sauber

Beim Kauf beachten: Rückwärts gezahnte Blätter arbeiten spürbar langsamer – das ist normal und gewollt.

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