Akku oder Kabel?
Wer eine Akku-Stichsäge kauft, kauft selten nur eine Säge. Er entscheidet sich für ein Akku-System – und legt damit fest, welche Marke er in den nächsten Jahren beim Bohrschrauber, beim Winkelschleifer und bei der Heckenschere kauft. Diese Tragweite ist Erstkäufern fast nie bewusst. Sie ist der Grund, warum in vielen Kellern drei verschiedene Ladegeräte stehen.
Die unbequeme Rechnung
Bei Akku-Werkzeugen ist der beworbene Preis oft der für das nackte Gerät ohne Akku und Ladegerät. Das steht meist klein dabei – als „Solo", „Z" (bei Makita), „bare tool" oder „ohne Akku".
Zwei Akkus und ein Ladegerät kosten in vielen Systemen mehr als das Werkzeug selbst. Wenn du neu einsteigst, ist deshalb ein Set aus Säge, Akku und Ladegerät fast immer günstiger als die Einzelteile.
Vor dem Kauf prüfen
Steht bei der Artikelbezeichnung „Solo", „ohne Akku", „bare tool" oder ein Z am Ende der Modellnummer? Dann liegt kein Akku bei. Rechne die Kosten für zwei Akkus und ein Ladegerät dazu, bevor du den Preis mit einer Netzsäge vergleichst.
Die Entscheidung in vier Fragen
Wenn du kein JavaScript nutzt oder es lieber selbst durchgehst – das ist genau die Logik, mit der auch das Beratungstool weiter unten rechnet:
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Wo sägst du überwiegend?
Werkstatt, Keller, Garage mit Steckdose: klar Netzbetrieb. Der Akku bringt dir dort keinen Vorteil, nur Mehrgewicht und begrenzte Laufzeit.
Baustelle, Garten, Dach, Leiter: klar Akku. Ein Kabel auf einer Leiter ist nicht nur unpraktisch, sondern eine Stolperfalle.
Wechselnde Räume im Haus: Grenzfall. Ein 20-Meter-Verlängerungskabel kostet einen Bruchteil eines Akkus.
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Bist du schon in einem System?
Wenn du bereits Makita-18V-Akkus hast, kauf eine Makita-Säge. Wenn du Bosch-Professional hast, kauf Bosch-Professional. Der Systemwechsel kostet dich mehr als jede Sägenentscheidung, und du hast am Ende zwei Ladegeräte.
Das gilt auch dann, wenn eine andere Marke die objektiv bessere Säge baut. Der Unterschied zwischen zwei guten Akku-Stichsägen ist kleiner als der Preis eines zweiten Akkusatzes.
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Wie oft nutzt du die Säge?
Selten: Netzbetrieb. Akkus altern auch ungenutzt. Eine Säge, die zweimal im Jahr rauskommt, hat mit einem tiefentladenen Akku ein Problem, das eine Netzsäge nicht kennt.
Täglich: Hier spricht sowohl für Netz (konstante Leistung, kein Ladezyklus-Management) als auch für Akku (Bewegungsfreiheit) etwas. Auf der Baustelle gewinnt der Akku, in der Werkstatt das Kabel.
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Planst du weitere Akku-Werkzeuge?
Nein, nur die Säge: Netzbetrieb. Du zahlst sonst den kompletten Systemaufpreis für ein einziges Gerät.
Ja, ich will umsteigen: Dann wähl die Plattform sorgfältig – nicht die Säge. Schau dir an, welche Werkzeuge du in zwei Jahren haben willst, und prüf, welches System sie alle anbietet.