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Die Stichsäge ist selten das Problem. Das Blatt schon.

Die meisten schlechten Schnittergebnisse entstehen nicht durch eine zu billige Säge, sondern durch das falsche Blatt, den falschen Pendelhub oder zu viel Druck. Hier steht, wie du das änderst – ohne dass du dafür ein neues Werkzeug kaufen musst.

  • Über 40 Sägeblatt-Bezeichnungen mit Zahnteilung und Einsatzbereich, gegen die Herstellerdokumentation geprüft
  • Material-Matrix für 24 Werkstoffe – zum Ausdrucken für die Werkstatt
  • Interaktiver Sägeblatt-Finder, der auch sagt, wenn ein anderes Werkzeug besser passt
Stichsäge auf einer Werkbank Schematische Darstellung einer Stichsäge mit Bügelgriff, Fußplatte und eingespanntem Sägeblatt über einem Holzbrett. Die gestrichelte grüne Linie markiert die Schnittlinie, ein Hinweis zeigt auf den Pendelhub-Hebel. Pendelhub sauber oder schnell

Die drei häufigsten Probleme – und wo die Antwort steht

Fast alle Suchanfragen zu Stichsägen laufen auf drei Frustmomente hinaus. Wenn du wegen einem davon hier bist, spring direkt weiter:

Warum das Blatt wichtiger ist als die Säge

Eine 60-Euro-Stichsäge mit dem richtigen Blatt liefert eine bessere Kante als eine 250-Euro-Säge mit dem Blatt, das zufällig noch drinsteckte. Das ist keine Küchenweisheit, sondern ergibt sich direkt aus der Funktionsweise: Die Säge liefert Hubzahl und Führung. Ob die Fasern sauber getrennt oder herausgerissen werden, entscheidet die Zahngeometrie – also das Blatt.

Der Haken: Die Bezeichnungen auf den Blättern sehen aus wie ein Fehler im Etikettendruck. T 101 B, T 144 D, T 118 A, T 101 BRF. Tatsächlich hat jede Stelle dieses Codes eine Bedeutung, und wenn man sie einmal kennt, kauft man nie wieder das falsche Blatt.

Aufbau eines Stichsägeblatts und Bedeutung des Codes Ein Stichsägeblatt in Seitenansicht mit T-Schaft links, Blattkörper und Zahnung. Bemaßt sind die verzahnte Länge und die Zahnteilung. Darunter ist der Beispielcode T 101 BRF in seine fünf Bestandteile zerlegt: T steht für den T-Schaft, 101 für die Bauform, B für die Zahnteilung, R für rückwärts gerichtete Zähne und F für Bi-Metall als Blattmaterial. verzahnte Länge (z. B. 74 mm) Zahnteilung Abstand von Zahn zu Zahn in mm SO LIEST DU DEN CODE T 101 B R F T = T-Schaft Einnockenschaft, heutiger Standard 101 = Bauform Blattreihe: Länge, Breite, Zahngeometrie B = Zahnteilung A fein · B mittelfein · C mittel · D grob R = rückwärts Zähne zeigen nach unten – ausrissfreie Oberseite F = Bi-Metall Blattmaterial: HCS · HSS · BIM · HM
Der Aufbau eines Stichsägeblatts und die Bedeutung des Codes am Beispiel T 101 BRF: T steht für den T-Schaft, 101 für die Bauform, B für die Zahnteilung, R für rückwärts gerichtete Zähne, F für Bi-Metall als Blattmaterial.

Wenn du nur eine Sache mitnimmst

Kauf dir für unter zehn Euro ein T 101 BR – ein rückwärts gezahntes Blatt. Es schneidet im Abwärtshub statt im Aufwärtshub. Damit verschwindet das häufigste Ärgernis beim Sägen von beschichteten Platten und Laminat praktisch von selbst.

Sägeblatt-Finder

Vier Angaben genügen. Der Finder nennt dir Blattklasse, Pendelhubstufe, Drehzahl und den passenden Praxistipp – und er sagt dir ehrlich, wenn dein Vorhaben mit einer Stichsäge gar nicht sinnvoll zu lösen ist.

Sägeblatt-Finder

Vier Angaben – und du weißt, welches Blatt, welche Pendelhubstufe und welche Drehzahl zu deinem Vorhaben passen.

Beispiel: Küchenarbeitsplatte 38, Laminat 8, Blech 1,5
3. Wie soll die Kante werden?
4. Gerade oder Kurve?

Der Finder rechnet ausschließlich in deinem Browser. Es werden keine Daten gespeichert oder übertragen. Die Empfehlung dient der Orientierung – maßgeblich sind die Angaben des Blattherstellers und die Betriebsanleitung deiner Säge.

Ohne JavaScript: Alle Empfehlungen des Finders stehen vollständig in der Material-Matrix – dort findest du dieselben Angaben als Tabelle zum Nachschlagen und Ausdrucken.

Drei Sägen für drei Nutzungsprofile

Wenn du keine Lust auf die Tiefe hast: Diese drei decken zusammen fast alle Fälle ab. Die vollständige Auswahl mit Kriterien steht in der Kaufberatung.

Bester Allrounder

Bosch PST 900 PEL

Netzbetrieb · 620 W

Der Punkt, an dem eine Stichsäge aufhört, ein Kompromiss zu sein. 90 mm Schnitttiefe decken praktisch alles im Heimwerkerbereich ab, die Absaugung funktioniert wirklich, und der Blattwechsel geht einhändig.

  • Hubzahl500–3.100 min⁻¹
  • Schnitttiefe Holz90 mm
  • Schnitttiefe Stahl8 mm
  • Leistung620 W
  • Gewicht2,2 kg
  • BlattwechselSDS, werkzeuglos
  • Gehrungbis 45°
  • Pendelhubja, mehrstufig

90 mm Schnitttiefe reichen für alles, was Heimwerker üblicherweise sägen

Absaugstutzen plus Blasfunktion – die Schnittlinie bleibt sichtbar

Sehr verbreitet, Zubehör und Ersatzteile problemlos zu bekommen

Mit 2,2 kg spürbar schwerer als die kleine PST 700 E

Der Grundkörper ist für kleine Hände etwas voluminös

Kein bürstenloser Motor – im Dauerbetrieb verschleißen die Kohlen

Herstellerangaben, Stand Juli 2026. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers.

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* Affiliate-Link / Anzeige. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich der Preis nicht.

Beste Präzision am Kabel

Metabo STE 100 Quick

Netzbetrieb · 710 W

Wenn dich vor allem stört, dass deine Schnitte schräg werden: Diese Säge hat eine gut gemachte Blattführung, vier Pendelstufen und eine Gehrungsverstellung nach beiden Seiten. Für gerade, rechtwinklige Schnitte die beste Wahl in dieser Preisklasse.

  • Hubzahl1.000–3.100 min⁻¹
  • Hublänge22 mm
  • Schnitttiefe Holz100 mm
  • Schnitttiefe NE-Metall25 mm
  • Schnitttiefe Stahl10 mm
  • Leistung710 W
  • Pendelhubstufen4
  • Gehrung−45° bis +45°
  • Gewicht2,0 kg
  • BlattwechselMetabo Quick, werkzeuglos mit Auswurf

Gehrung nach beiden Seiten – bei vielen Konkurrenten nur nach einer

Vier Pendelstufen erlauben feine Abstufung zwischen sauber und schnell

100 mm Holz und 10 mm Stahl: nutzbare Reserven nach oben

Untere Hubzahl beginnt erst bei 1.000 min⁻¹ – für Acrylglas und Edelstahl wäre langsamer besser

Deutlich teurer als eine PST 900 PEL, ohne dass der Alltagsnutzen im gleichen Maß steigt

Bügelgriff-Form mag nicht jeder, wer Stabgriff gewohnt ist, muss sich umstellen

Herstellerangaben, Stand Juli 2026. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers.

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Beste Akku-Säge

Makita DJV182

Akku 18 V LXT · bürstenlos

Bürstenloser Motor, 135 mm Schnitttiefe und ein Laufverhalten, das an netzbetriebene Sägen heranreicht. Wenn du ohnehin im Makita-18-V-System bist, ist das die naheliegende Wahl.

  • Hubzahl800–3.500 min⁻¹
  • Hublänge26 mm
  • Schnitttiefe Holz135 mm
  • Schnitttiefe Stahl10 mm
  • Akku-PlattformMakita 18 V LXT
  • Motorbürstenlos
  • Pendelhubstufen3
  • Blattwechselwerkzeuglos

135 mm Schnitttiefe – mehr als die meisten Netzsägen

Bürstenloser Motor: längere Laufzeit pro Akkuladung, kein Kohlewechsel

LXT-Plattform ist eine der größten am Markt, entsprechend viel Zubehör

Wird meist ohne Akku und Ladegerät verkauft – der Einstieg kostet dann deutlich mehr als der Sägenpreis vermuten lässt

Mit Akku spürbar kopflastiger als eine Netzsäge

Wenn du schon in einem anderen Akku-System bist, ist der Systemwechsel teurer als jede Sägenentscheidung

Herstellerangaben, Stand Juli 2026. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers.

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Wie diese Auswahl zustande kommt

Wir betreiben kein Testlabor und führen keine eigenen Produkttests durch. Die Auswahl beruht auf Herstellerdatenblättern, Betriebsanleitungen, Fachliteratur und ausgewerteten Nutzerberichten. Bewertet werden ausschließlich Merkmale, die das Schnittergebnis nachweisbar beeinflussen: Blattführung, Pendelhubstufen, Drehzahlbereich nach unten, Fußplattensteifigkeit und Blattwechselsystem. Nicht bewertet werden Wattzahlen als Marketingargument, Zubehör-Beipacks und Gehäusefarben.

Die Material-Matrix

Das Nachschlagewerk für die Werkstatt: Welches Blatt, welche Pendelhubstufe und welche Drehzahl zu welchem Material passen. Es gibt eine Druckansicht mit allen 24 Materialien – der Ausdruck über der Werkbank spart mehr Zeit als jede Suchmaschine.

Tabelle seitlich scrollbar

Material-Matrix – Blattwahl, Pendelhub und Drehzahl je Werkstoff. Stand Juli 2026.
MaterialStärke sauberschnell PendelDrehzahl & Praxistipp
Weichholz (Fichte, Kiefer, Tanne)3–30 mmT 101 BT 144 D1–2hoch (Stufe 5–6)
Bei Sichtkanten Pendelhub auf 0 und Sichtseite nach unten legen.
Weichholz, dick / Balken30–100 mmT 234 XT 344 D2–3hoch (Stufe 6)
Ab ca. 60 mm verläuft praktisch jede Stichsäge. Prüf, ob die Handkreissäge passt.
Hartholz (Buche, Eiche, Esche)3–30 mmT 101 BFT 144 DF0–1mittel (Stufe 4–5)
Bi-Metall nehmen. HCS-Blätter sind in Hartholz nach wenigen Metern stumpf.
Hartholz, Sichtkante5–50 mmT 308 BF0mittel (Stufe 4)
Langsam vorschieben. Wer drückt, erzeugt Ausrisse und einen schrägen Schnitt.
Sperrholz / Multiplex1,5–15 mmT 101 AOT 119 B0mittel–hoch
Dünnes Sperrholz splittert stark. Schnittlinie abkleben und Splitterschutz einsetzen.
Konstruktions-/Bauholz mit Nägelnbis 65 mmT 345 XF2–3hoch
Nur mit Bi-Metall. Ein HCS-Blatt bricht am ersten Nagel.

Komplette Matrix mit Platten, Kunststoff, Metall und Spezialmaterialien →

Wo die Stichsäge aufhört

Die Stichsäge ist das vielseitigste Werkzeug in der Werkstatt und das ungenaueste unter den elektrischen Sägen. Beides hat denselben Grund: Das Blatt ist nur an einem Ende eingespannt. Es kann sich deshalb in jede Richtung bewegen – das ermöglicht Kurven und Innenausschnitte, und es sorgt dafür, dass die Kante bei dickem Material verläuft.

Deshalb steht auf dieser Seite an mehreren Stellen ausdrücklich, wann du die Stichsäge liegen lassen solltest:

  • Lange, gerade Schnitte in Massivholz oder Platten: Handkreissäge mit Führungsschiene. Die Stichsäge verläuft, und zwar keilförmig nach unten.
  • Rückbau, Bauholz, Wurzeln, Rohre in der Wand: Säbelsäge. Schneller, robuster, verzeiht mehr.
  • Feinsteinzeug und Bodenfliesen: Nassschneider. Die Stichsäge schafft nur weiche Wandkeramik.
  • Sehr feine Sichtkanten in Massivholz: eine gute japanische Handsäge liefert oft die sauberere Kante als jede Stichsäge.

Der vollständige Vergleich: welche Säge wofür →

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